Klostermann, , LTP Dörler, Strube | Arch. Anke Schettler 
bei der Eröffnung im Vorarlberger Landhaus (7. 1. 04)  

> Online-Katalog
ausfahrten bringt zur Ausstellung einen Online-Katalog
mit Textbeiträgen von Michael Beier (Stiftung Baukultur Thüringen), sowie Robert Fabach (Vorarlberg).

In der Präsentation der Vorarlberger Projekte finden Sie Links zu den Websites der Architekten, sowie deren Bauten in der Architekturdatenbank "nextroom".


Kontext
Links zu Kontext und Hintergrundinformation zu Thüringen und Vorarlberg zeigen einen Querschnitt zu den aktuellen Themen der Regionen.

Die Stiftung Baukultur, Thüringen bringt dazu einen guten Überblick über die Anliegen und Fragen des Bauens im neuen Bundesland Thüringen:
Deutliche Abwanderung, notwendige Redimensionierung der Bausubstanz und Infrastrukturen, sowie ein massiver, deutschlandweiter Wettbewerb der Städte um Unternehmen und Wohnbevölkerung machen regional spezifische Konzepte erforderlich.

STADTUMBAU ist das Schlagwort, das angesichts des Überschuss an Gebäudesubstanz kaum Bedarf für Neubauten zeigt, sondern Revitalisierungen und Rückbau - im Klartext Abbruch - in den Vordergrund stellt.
In der Eröffnungsrede hat Architektin Anke Schettler diesen Rückbau mit einer Fabel von Hermann Hesse wortreich umschrieben, in der der Wandel eines Ortes von Wildnis zu Stadt zu Wildnis den Mythos von Natürlichkeit und Glück ewigen Wachstums relativiert.
 
Es wird sich zeigen, ob Bevölkerung, Wirtschaft und die Architektenschaft, dieser aufgeklärten Sichtweise folgen, oder weiter dem bloßen "Neu" und "Mehr" der mittlerweile deutlich brüchigen Konsumwelt (ehem. west-)deutscher Prägung folgen.

Vom "Land Vorarlberg" zur "Rheintal-Stadt" ?
Die Architekturszene in Vorarlberg zeigt sich medial gut präsentiert, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Die anhaltende Konzentration auf leistungsfähige Einzelgebäude verdrängt immer noch den anstehenden, möglichen Übergang vom Land zur Stadt. Die Region befindet sich tendenziell auf einer - zu Thüringen umgekehrten - Wachstumsbewegung, ist aber im Grund genauso mit dem Erhalt von Lebensqualität in dieser Wandelphase konfrontiert.

Daher gibt es für beide Regionen ausreichend Themen, an denen man mit einem vorurteilsfreien Blick voneinander lernen könnte.
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